ÜK bedeutet „überbetrieblicher Kurs“ und ist ein fünftägiger Kurs, welcher den Teilnehmern ein Thema theoretisch und praktisch beibringt, welches sie weder in der Schule noch im Geschäft genau anschauen.
Am ersten Tag wurden wir von dem neuem Kursleiter begrüßt und haben uns gegenseitig neu vorgestellt. Danach ging es auch los mit dem Modul 126, Peripheriegeräte im Netzwerkbetrieb einsetzen. Uns wurde vorgestellt was uns in diesem Kurs erwarten wird und wie der Tagesablauf aussieht.
Der erste Auftrag war Geräte aufzulisten, die mit einem Netzwerk verbunden werden können, wie z. B. Netzwerkdrucker, Telefon, Router. Dazu bildeten wir Zweiergruppen. Zudem gab es noch zwei Gipfeli als Preis, für die Gruppe, die am meisten Komponenten auflisten konnten. Das Internet stand uns dabei zur Verfügung. Wir hatten dafür ca. eine Stunde Zeit. Als wir dann fleißig Geräte gefunden, aufgeschrieben und ausgedruckt haben, mussten wir diese auf der Wandtafel aufschreiben und anschließend das Blatt dem Kursleiter geben. An der Wandtafel hatten wir als Klasse mehr als 100 Geräte zusammenbekommen. Von Kühlschrank bis zu elektrischen Vibratoren war auf der Tafel zu sehen. Alle Geräte wurden dann mit dem Kursleiter besprochen.
Als nächstes musste jede Person ein Gerät aus der Liste auswählen und anschließend nach einer Recherche diese präsentieren. Und somit war auch der erste Tag vorbei.
Am zweiten Tag erhielten wir verschiedene Geräte, die wir an unserem Netzwerk anbinden mussten und ein bisschen ausprobieren durften. Die Geräte, die zur Auswahl standen waren ein NAS (das heisst Network Area Storage), Webcam, Switches, Hub, Router und mehr. Am Morgen durften wir mit jedem Gerät „rumspielen“ doch am Nachmittag schauten wir uns das NAS genauer an und erstellten Freigaben mit NFS („Network File System“ ist ein Dateisystem) und weiteres.
Am dritten Tag erstellten wir wie im letzten ÜK wieder virtuelle Maschinen mit Workstations und Server. Doch dieses Mal mussten wir doch das NAS einbinden und schauten auch beim Server mehrere Dienste genauer an, unter anderem auch der Printserver. Dieser Tag stand uns aber hauptsächlich zur Verfügung um mit der Dokumentation fortzufahren und um alles wieder auf den neusten Stand zu bringen.
Am vierten Tag hatten wir den ganzen Tag zur Verfügung um zu testen, zu üben, das Konzept zu erweitern und um nochmals Fragen zu stellen, denn bei der Prüfung kann nichts mehr gefragt werden. Gegen Ende des Tages konzentrierten wir uns allerdings auf das Thema Scripting. Dazu bekamen wir ein Handbuch das verschiedenste Kommando Zeilen beinhaltet, wie Netzlaufwerke verbinden, Drucker verbinden, Registry Eintrag ausführen und vieles mehr. Damit lassen sich umfangreiche Login Scripts realisieren.
Am letzten Tag ging es dann los mit der Prüfung, dafür hatten wir den ganzen Tag Zeit. Der Auftrag war ein Netzwerk für eine Firma zu planen und in einem Strukturplan die Drucker und Rechner einzuzeichnen. Zudem musste ein Dokument mit Benutzerkonzept, IP-Konzept, Laufwerkkonzept, Stückliste und weiteren Informationen abgegeben werden. Wir durften aber das Konzept, welches wir in der Woche bearbeiteten, als Vorlage verwenden. Außerdem mussten wir noch ein Anmelde- und Abmelde-Skript erstellen. Das Anmelde-Skript beinhaltet das Verbinden mit den Laufwerken und das Abmelde-Skript ein Erstellen eines Registry Eintrags, das anschließend ein Log-File erstellt. Am Nachmittag gab es eine kurze Unterbrechung um einen Multiple Choice Test zu lösen. Dieser Test beinhaltete 20 Fragen, mit denen man grob abgefragt wurde, was wir im Kurs gelernt hatten. Danach ging es weiter mit der Prüfung. Nach dem Abschließen mussten wir wie in jedem ÜK noch ein Feedbackbogen zum Kurs ausfüllen, welches wir dann mit der Prüfung zusammen abgaben.
