USA Gruppe 2: Woche 2 und Heimreise

(Montag, 27.06.11 – Freitag, 01.07.11)

Nach dem anstrengenden Wochenende war am Montag eine ruhige Shoppingtour geplant, die uns erneut in die Edinburgher Outlets zog. Danach ging es schwer bepackt wieder ins Hotel, um den am Wochenende verpassten Schlaf nachzuholen.

Der Dienstag zeigte sich von seiner schönsten Seite und so konnten wir bei typisch heißem Wetter in der Sonne mittagessen. Danach ging es auf E+H Rundtour mit Ralf. Zuerst erklärte er uns grob, welche E+H-Unternehmen wann wo wie und warum in welchem Gebäude angesiedelt waren und wieso es dabei ein ständiges Bäumchen-Wechsel-Dich-Spiel gab. In einem Familienunternehmen sind solche flexiblen Anpassungen eben noch möglich!

Als erstes besuchten wir das L&P (Level and Pressure) Gebäude, wo ich auch sofort einen kleinen Liquiphant entdeckte. Hätte unser Dozent für Projektmanagement auch nur eine der vielen Planungstafeln gesehen, an denen wir immer wieder vorbeikamen, er wäre entzückt gewesen. Danach durften wir noch in das neue PC Wetzer Gebäude reinschauen. Hier bekamen wir sogar eine spontante Produktions-Führung. Sehr interessant sind hierbei die Unterschiede zwischen amerikanischen und europäischen Ansprüchen an die Fertigung. Ich persönlich hätte das nicht gedacht, aber die amerikanischen „Rohrteile“ müssen aus einem kompletten soliden Metallstück rausgefräst werden, was sehr aufwändig und teuer ist. Für die europäischen Pendants reicht ein Metallrohr, dass man zurechtsägt und an einem Ende irgendwie „zumacht“.

          

Die Auswirkungen der verschiedenen Normen bemerkte ich auch am nächsten Tag sehr deutlich. Um auf dem Rückflug nicht auch wieder aus dem Flieger geschmissen zu werden, versuchte ich mich am Online-Check-In. Da bekanntlich ohne Moos auch nix los ist, kostete eine Wunschsitzplatz zwischen 38 und 50$. Aber es ging auch per Zufallszuweisung ohne Zusatzkosten und trotzdem habe ich einen Fensterplatz erwischt 🙂 Nur noch ausdrucken und fertig … PIEEEEEEEEP! … Der Drucker war von meinem Druckauftrag in Din A4 Format so geschockt, dass er Urlaub nehmen musste. Zumindest war der andere Drucker im Büro nach mehrmaligem lieb Fragen und Tätscheln von Edward bereit unsere Flugtickets zu drucken.

Den Mittwoch Abend verbrachte ich dann noch mit einer amerikanischen Tätigkeit im Bereich Selbstverteidiung unter bester Aufsicht von Rob. Danach gings mit Annette, Marlina, Kevin und Gerold Junior ins Broad Ripple. Hier gab es verschiedene lokale Biere, darunter auch ein 11,5% Bier. Gerolds Empfehlung die Pommes oder die Crêpes zu probieren, ging ich prompt nach und bestellte beides. Nach der geschmacklichen Erfahrung von Grünzeug an den Pommes und Sesam-Mayonnaise kam er endlich: der Nachtisch! Nutella mit weißer und roter Zuckersoße … und Pfannkuchen, um die gewichtenden Reihenfolge zu wahren. Das Abendessen hätte (wie die letzten 2 Wochen schon öfters) locker den Energiebedarf von 2-3 Tagen gedeckt. So absolvierten wir den Spaziergang quer durch die Studentenpartymeile gefühlt eher als rollende Kugel bergwärts.

Der Donnerstag Morgen begann dann auch schon mit Kofferpacken. Ein kurzer Abstecher zu Einsteins Bagels und 2 Kartons Bagels reicher trafen wir ein letztes Mal im Endress Place 2350 ein (Dankeschön an Annette für die tolle Frühstücksidee). Auch mein Freund, der Drucker, hatte sich über Nacht etwas erholt und wurde schon vom Service Mitarbeiter verarztet. Die Flugtickets wollte er nicht mehr ausspucken, aber zumindest bekam er keinen Pieps-Anfall mehr sobald ich vorbeilief. Und so manch ein InfoServler war erstaunt darüber, dass der Drucker einem auch eine Email schreibt, wenn man ihm vorher etwas Scanbares zu Futtern gibt. Gegen 10.30 Uhr mussten wir dann aber auch schon los Richtung Flughafen. Das Mietauto gab sich fast von alleine wieder zurück und so näherten wir uns der Kofferwaage. Aus meinen 14kg vom Hinflug waren plötzlich 20kg geworden, aber trotz Oreo-Vorrat (Kekse) immernoch deutlich unter dem Limit. Matthias‘ 25kg-Koffer gefiel der Mitarbeiterin allerdings nicht und so packte er nach eifriger Überlegung ein paar Bücher vom Koffer in den Rucksack. Der amerikanische Security Check hatte was für sich und so musste auch das gefährliche Taschentuch aus meiner Hosentasche trotz Nacktscanner gründlich untersucht werden.

Der Flug nach Philadelphia war etwas ruppig, dafür sorgte das Kleinkind eine Reihe vor mir für eine gelungene Unterhaltung. Es fand einfach alles spannend, das ruckelnde Flugzeug, Blinde Kuh und vor allem eine wackelnde Nase. Da Klatschen und Lakritzstange Halten gleichzeitig schwierig ist, hatte ich am Ende des Fluges auch eine erstaunliche Menge roter Lakritzstangen auf meinem Rucksack. Den Großteil des Aufenthaltes in Philly verbrachte ich in einem der vielen Schaukelstühle neben einem sprechenden Förderband („Achtung das Förderband ist zuende, bitte Aussteigen“). Leider schaute ich in die falsche Richtung, denn wie Ilona später erzählte, landete Präsident Obama auf dem Flughafen. Mit 1,5 Stunden Verspätung starteten wir dann zu dritt den Nachtflug nach Hause. Als ich mich nach ein paar Stunden entschloss es doch einmal mit etwas Schlaf zu versuchen, ging dann aber schon das Licht wieder an. Nach dem Frühstück landeten wir mit nur 40min Verspätung in Zürich. Hier empfing uns meine Mutter und eine große Tüte Brezeln, die Ilona und ich auf dem Weg nach Lörrach recht zügig niedermachten. Nachdem ich mich etwas ausgeruht hatte, ging es nachmittags zum InfoServe Sommerfest in Oberried.

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